08 August 2026 Einheimische Käfer im Heimatmuseum
Bericht von Brigitte Uhl
Konzentriert schaut die kleine Museumsbesucherin in den Schaukasten. Was sind das für Käfer? Rosenkäfer, Hirschkäfer oder ein zierlicher Blattlauskäfer? Einige Merkmale haben sie gemeinsam: einen Kopf mit Antennen, einen harten Panzer, sechs Beine und Flügel. Wenn die junge Besucherin mehrere Käfer einer Art betrachtet, stellt sie fest, dass auch Käfer immer unterschiedlich aussehen. Die Chitinpanzer unterschiedlicher Käfer schillern in kräftigen Farben: einfarbig oder mehrfarbig. In grün, orange, rot, schwarz. Je nachdem, welchen Lebensraum sie haben. Sie sind perfekt angepasst. Die junge Dame kann ganz entspannt von oben in den Schaukasten schauen. Ihr hilft ein Hocker, der sie in die richtige Position bringt. Und natürlich die mobile Lupe. Mit der sieht sie alles vergrößert. Zum Lesen steht ihr ein Kinderstuhl zur Verfügung.
Einheimische Käfer
Völlig überraschend hatte ein Museumsbesucher den Heimatfreunden die Käfersammlung seines Urgroßvaters angeboten. Der war 1889 in Schlesien geboren und hatte viele Jahre in Aying als Volksschullehrer gearbeitet. Der Verein nahm das Angebot an und drei Heimatfreunde brachten das Kunststück fertig, innerhalb von drei Stunden aus der Sammlung eine Ausstellung zu zaubern.
Die drei Hobbykuratoren hatten an alles gedacht. Bücher, Zeitschriften, Schautafeln aus dem Schulzimmer des Heimatmuseums. Auch eine Schülerzeichnung, die ca. 70 Jahre alt ist, war dabei. Und an den Hocker, den Stuhl und die Lupe. In einer Ausstellungsvitrine steht ein Mikroskop. Daneben ein Präparationskasten mit Lösungen, Färbemittel und Instrumenten. Alles aus dem 19ten Jahrhundert.
Einheimische Käfer
Was ist das Geheimnis eines solchen Ergebnisses? Es ist die Zusammenarbeit, die Begeisterung erzeugt und Ideenreichtum hervorbringt. Die Heimatfreunde wissen das. Egal an welchem Projekt sie beteiligt sind, alle sagen übereinstimmend: Es macht einfach Spaß. Nur so konnte diese Sonderausstellung an den Offentagen im Juni und Juli gezeigt werden.
Wenn auch Sie Lust haben, Mitmachprojekte zu initiieren, mitzuhelfen, dass an jedem Offentag oder an den Festen ausreichend Hände für die Bewirtung da sind, der Auf- und -abbau gesichert ist, melden Sie sich. Auch historisch Bewanderte sind immer gerne gesehen. Heimat ist heute, unsere Wurzeln gestern und das Morgen ist die Heimat unserer Kinder. Die wollen wir erhalten. Dafür stehen die Heimatfreunde.
